Die meisten jüdischen Flüchtlinge, die in lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien, Bolivien, Brasilien oder Mexiko während des Zweiten Weltkriegs Zuflucht gefunden hatten, kehrten nach Ende des Krieges in ihre Heimat zurück. Nicht jedoch der Kunstkritiker und Kunstsammler Paul Westheim (1886–1963), der direkt nach seiner Ankunft in Mexiko-Stadt das Museum für Anthropologie besuchte und rasch Anschluss fand. Trotz einer zeitlebens bestehenden Zerrissenheit blieb er seiner neuen Heimat erhalten. Bis auf einen kurzen Aufenthalt in Berlin kehrte er nicht zurück.
Prof. Dr. Nikolaus Böttcher ist Historiker und Professor für Neuere Geschichte mit Schwerpunkt auf Lateinamerika an der Freien Universität Berlin und beschäftigt sich im neuen Beitrag des Projekts »Geschichte(n) der deutsch-jüdischen Diaspora« mit dem ungewöhnlichen Leben Westheims, der trotz der Möglichkeiten, nach Deutschland zurückzukehren, in Mexiko blieb und zu einem wichtigen Kenner mexikanischer Kunstgeschichte wurde. Dabei pflegte er Kontakt zu nicht wenig bekannten Künstler:innen wie Diego Rivera oder Frida Kahlo.
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Das Projekt »Geschichte(n) der deutsch-jüdischen Diaspora« ist ein gemeinsames Projekt der WAG und dem Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ).