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»Conservatism, Reaction, and Messianism« – Die zweite Eva-Reichmann-Lecture am LBI New York

Prof. Mark Lilla hält die Eva Reichmann Gedenkvorlesung am 25. Oktober 2026 in New York
Prof. Mark Lilla hält die Eva Reichmann Gedenkvorlesung am 25. Oktober 2026 in New York

Datum und Uhrzeit:

25. Oktober | 23:30 CET 26. Oktober | 0:30 CET

Veranstaltungsort

Online

Veranstalter

LBI New York | Berlin

»Conservatism, Reaction, and Messianism« – Die zweite Eva-Reichmann-Lecture am LBI New York

Das Leo Baeck Institute in New York lädt am 25. Oktober 2026 zur zweiten Eva-Reichmann-Lecture ein. Mark Lilla, Professor für Geisteswissenschaften an der Columbia University, hält den öffentlichen Eröffnungsvortrag der internationalen Konferenz „Between Revolution and Reaction: German-speaking Jews and the Ideas, Politics, and Cultures of the Right“, die vom 25. bis 27. Oktober in New York stattfindet.

In seinem Vortrag zeichnet Lilla eine geistesgeschichtliche Linie deutsch-jüdischer Denker nach, die die Probleme der modernen Gesellschaft auf einen Bruch in der Ideengeschichte zurückführten und für eine Rückkehr zu älteren Denkformen plädierten.

Termin: Sonntag, 25. Oktober 2026, 18:30–19:30 Uhr (Ortszeit New York), entspricht 23:30–00:30 Uhr deutscher Zeit
Ort: Center for Jewish History, 15 W. 16th St., New York, NY 10011
Format: In Präsenz, Eintritt frei, Tickets erforderlich
Livestream: Für alle, die nicht vor Ort sein können, wird der Vortrag live auf YouTube übertragen

Über die Eva-Reichmann-Memorial-Lecture

Die jährliche Eva-Reichmann-Memorial-Lecture wurde gemeinsam von der Hans & Berthold Finkelstein Stiftung und dem Leo Baeck Institut ins Leben gerufen, um an Leben, Werk und Vermächtnis der Historikerin und Soziologin Eva Reichmann zu erinnern. In der Weimarer Republik und unter dem NS-Regime setzte sich Reichmann im Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens für die bürgerlichen Rechte der jüdischen Bevölkerung ein. Nach ihrer Emigration nach Großbritannien widmete sie sich der Erforschung des Antisemitismus und des Zusammenbruchs der Demokratie in Deutschland. Maßgeblich war ihr Beitrag zum Aufbau der Wiener Library in London – bis heute eine der frühesten und umfassendsten Dokumentationsstätten zur Verfolgung der jüdischen Bevölkerung unter dem Nationalsozialismus. Die erste Reichmann-Lecture fand 2025 in der Wiener Library statt, in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute London.

Über den Referenten

Mark Lilla, geboren 1956 in Detroit, lehrt als Professor für Geisteswissenschaften an der Columbia University zu westlichem politischen und religiösem Denken. Er schreibt regelmäßig für die New York Review of Books und die New York Times. Zu seinen in mehr als zwölf Sprachen übersetzten Büchern zählen The Once and Future Liberal: After Identity Politics (2017), The Shipwrecked Mind: On Political Reaction (2016) und The Reckless Mind: Intellectuals in Politics (2001). Zuletzt erschien Ignorance and Bliss: On Wanting Not to Know (2024).

Gefördert von der Hans & Berthold Finkelstein Stiftung, die sich Forschungs- und Erinnerungsprojekten zur NS-Zeit widmet, mit besonderem Fokus auf Zwangsarbeit und die I.G. Farbenindustrie AG.