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Deutschland 1946: Sicherer Hafen oder verbotenes Land für Jüdinnen und Juden?

Porträt von Prof. Dr. Michael Brenner
Porträt von Prof. Dr. Michael Brenner

Datum und Uhrzeit:

9. September | 18:00 – 19:30 CEST

Veranstaltungsort

Online

Veranstalter

LBI New York | Berlin

Deutschland 1946: Sicherer Hafen oder verbotenes Land für Jüdinnen und Juden?

mit Prof. Dr. Michael Brenner

Kurz nach dem Holocaust lebte eine Viertelmillion Jüdinnen und Juden in den vier Besatzungszonen des ehemaligen Deutschlands – die meisten von ihnen osteuropäische Holocaust-Überlebende, die auf einem Boden, den viele als verflucht ansahen, vorübergehend Zuflucht fanden. Daneben stand eine deutlich kleinere Gruppe deutscher Jüdinnen und Juden, die den NS-Terror überlebt hatten oder aus dem Exil zurückkehrten, um ein „besseres Deutschland“ mitaufzubauen. Wie verhielten sich beide Gruppen zum Nachkriegsdeutschland – und welches Verhältnis bestand zwischen ihnen?

Die Veranstaltung ist Teil von Many Promised Lands, der LBI-Vortragsreihe 2026 zur Migration deutsch-jüdischer Geflüchteter nach 1946. Sie findet Online und in englischer Sprache statt.

Das Programm wird großzügig unterstützt durch den Levi-Thalheimer Fund for Research and Public History.

Zur Person:
Prof. Dr. Michael Brenner ist Distinguished Professor of History und Inhaber des Seymour and Lillian Abensohn Chair in Israel Studies an der American University in Washington, D.C., wo er das Center for Israel Studies leitet. Zudem hat er den Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur an der LMU München inne. Er ist Internationaler Präsident des Leo Baeck Institute sowie gewähltes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Accademia Nazionale Virgiliana (Italien) und der American Academy for Jewish Research. 2014 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen, 2020 erhielt er als Erster den Salo W. and Jeannette M. Baron Award for Scholarly Excellence in Research of the Jewish Experience, 2023 den Kulturpreis der Landeshauptstadt München. Er hat neun Bücher veröffentlicht (übersetzt in zwölf Sprachen) und 19 Sammelbände herausgegeben, darunter zuletzt In Hitler’s Munich: Jews, the Revolution, and the Rise of Nazism (2022), In Search of Israel: The History of an Idea (2018) und A Short History of the Jews (2010, alle Princeton University Press).