Ende Juni trafen sich die Leo Baeck Fellows des Jahrgangs 2025/26 am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon-Dubnow-Institut in Leipzig zu ihrem diesjährigen Sommer-Workshop.
An zwei Tagen stellten zehn Promovierende ihre Forschungsprojekte erfahrenen Wissenschaftler:innen vor. Die Themen wiesen eine beeindruckende Bandbreite auf: von frühzionistischem Denken über gesellschaftliche Reaktionen auf antisemitische Gewalt im Nachkriegsdeutschland und die wirtschaftlichen Netzwerke Joseph Süß Oppenheimers bis hin zu aschkenasischer hebräischer Schrift des 13. Jahrhunderts, den „Jeckes“ in Israel nach 1945, Salomon Maimon, jüdischer Lyrik und jüdischem Film der dritten Generation, Adornos Überlegungen zum Antisemitismus sowie der Idee eines jüdischen Staates vor 1948.
Im Rahmen der Leipziger Jüdischen Woche hielt Dr. Itamar Ben-Ami (Universität Utrecht) zudem einen öffentlichen Vortrag zur jüdischen Sichtbarkeit im heutigen Europa. Ein Museumsbesuch mit einem Gespräch zur Provenienzforschung mit Dr. Ulrike Saß vom Museum der Bildenden Künste Leipzig rundete das Programm ab.
Das Leo Baeck Fellowship Programm wird vom Leo Baeck Institute London, der Studienstiftung des Deutschen Volkes und dem Simon-Dubnow-Institut in Form eines Stipendiums für internationale Promovierende vergeben vergeben. Es fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur.
Mehr zum Leo Baeck Fellowship Programme: lbilondon.ac.uk/fellowship