Jüdische Buddhist:innen auf Sri Lanka

Schon vor dem Beginn des 20. Jahrhunderts war die Begeisterung für den Buddhismus in Deutschland, vor allem in bürgerlichen Kreisen, groß. Das lag vor allem an der romantisierenden Indienfaszination und der stark vertretenen Indologie der Fall.

Bereits 1911 floh der Wiesbadener Anton Gueth den westlichen Weltschmerz ins damalige britisch-kontrollierte Ceylon und gründete ein buddhistisches Kloster. Jüdisches Leben lässt sich seit den 1920er-Jahren im heutigen Sri Lanka nachweisen. Einer von ihnen war der in Hanau geborene Siegmund Schlomo Feniger, besser bekannt als Nyanaponika. Dessen Wirken als Mönch war von nicht geringer Bedeutung auch über die Landesgrenzen hinaus.

Das von Siegmund Feniger gegründete buddhistische Kloster Island Hermitage auf der Dodanduwa-Insel 2012. Foto: Jan Benda; Wikimedia Commons.

Über die Geschichte von Jüdinnen und Juden in Sri Lanka, die Probleme, welche die britische Krone ihnen bereitete und die geistige neue Heimat in dem Inselstaat im Indischen Ozean berichtet Dr. Sebastian Musch, Historiker mit Schwerpunkten in der deutsch-jüdischen Geschichte und Migrationsgeschichte für die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts.

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Ein Projekt des Moses Mendelssohn Zentrums und der WAG des Leo Baeck Instituts.