Die »Snapshots« des Leo Baeck Institut Londons nehmen spannende Artefakte aus der Sammlung des Instituts zum Ausgangspunkt einer kontextualisierten Erzählung deren Geschichte, um jüdisches Leben, jüdische Kultur und die Beiträge von Jüdinnen und Juden zur deutschen Kultur näherzubringen.
Zu den Beiträgen gehören mal mehr und mal weniger bekannte Persönlichkeiten oder Themen. Neben Porträts von Gelehrten wie Gershom Scholem oder Bertha Pappenheim sowie dem Schriftsteller Jakob Wassermann kann man mehr erfahren über zum Beispiel das »Palestine Pavilion Handbook« oder Emil Bernhard Cohns »Jüdischen Jugendkalender«.

Der Jüdische Kinder- und Jugendkalender von Emil Bernhard Cohn war ein beliebtes Almanach-Format für deutsch-jüdische Kinder, das von 1928 an auf spielerische Weise jüdische Geschichte, Kultur und Tradition vermittelte. Während frühe Ausgaben eine selbstbewusste deutsch-jüdische Identität innerhalb der deutschen Gesellschaft förderten, spiegelte die letzte Ausgabe von 1934 Themen wie Ausgrenzung, Körperbilder und Emigration wider. Mit Geschichten, Gedichten, Rätseln, Illustrationen und Texten auf Deutsch und Hebräisch diente er jungen Leser:innen als kultureller Kompass in einer Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche.

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